Disc Golf

discgolfDisc Golf ist eine junge Sportart, die in den 70er Jahren in den USA entwickelt wurde. Der eigentliche Grundstein für den Disc Golf-Sport wurde mit der Patentierung des ersten Zielkorbes mit Fangketten und der Eröffnung des ersten Parcours 1978 in Oak Grove, Kalifornien gelegt. Nach und nach konnten immer mehr Parkbehörden in US-Städten überzeugt werden, Disc Golf-Anlagen in ihren Parks der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Mittlerweilen sind diese in den USA kaum mehr zählbar und auch in Europa (voran in Skandinavien) konnten viele Parks und andere öffentliche Grünanlagen mit Disc Golf-Parcours ergänzt werden.

Ziel beim Disc Golf ist, einen Kurs von meist 18 Bahnen mit möglichst wenigen Würfen zu absolvieren. Von einer festgelegten Abwurfzone aus wirft der Spieler die Scheibe in Richtung eines Fangkorbs aus Metall. Der Spieler markiert die Stelle, wo die Scheibe gelandet ist, und spielt von dort aus weiter. Die Bahn ist zu Ende gespielt, wenn die Scheibe im Fangkorb versenkt wurde. Die Länge der Bahnen beträgt, je nach Parcours und Schwierigkeitsgrad, zwischen 40 und 250 Metern. Disc Golf wird nach ähnlichen Regeln wie Golf gespielt.

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Disc Golf ist ein Sport für jede Generation, vom Grundschulkind bis ins hohe Seniorenalter. Entspannte Bewegung in der freien Natur, Spielspaß vom ersten Augenblick an und das soziale Miteinander machen Disc Golf zu einem Spitzen-Erlebnis für Familien und Gruppen. Disc Golf steht für Werte wie Fairness, Achtung und Respekt, höflicher Umgang miteinander und gegenseitige Unterstützung. Was die Anschaffungskosten betrifft, punktet Disc Golf gegenüber anderen Sportarten. Eine Grundausstattung mit drei Scheiben ist bereits für 25 bis 30 Franken zu haben.

Da sich Disc Golf-Kurse der Natur und dem Gelände anpassen und nahezu keine Eingriffe in die Landschaft nötig sind, erfüllt die Sportart selbst höchste Ansprüche an Landschaftsschutz und einen schonenden Umgang mit der Natur.

Scheiben

Disc Golf Spieler treten bei Turnieren mit bis zu 15 verschiedenen Scheiben an. Für jede Situation hat der Wettkämpfer sein bevorzugtes Material. Für den Drive wählt der Spieler eine Weitwurf-Scheibe. Je nach Modell und Abnützung der Scheibe eignen sich diese mehr für Links- oder Rechtskurven, für gerade Würfe oder sogar für S-Kurven. Die Annäherung an den Korb (25 – 50 Meter), den Approach, führt der Sportler mit einer sehr stabilen Annäherungs-Scheibe aus. Den Wurf in den Korb nennt man Put. Put-Scheiben haben die Eigenschaft, durch ihre relativ weiche Beschaffenheit gut an den Ketten des Korbes haften zu bleiben. Ausserdem fliegen sie auch bei langsamer Fluggeschwindigkeit stabil. Des Weiteren gibt es Scheiben, die sich speziell für Roller eignen. Roller werden zum Beispiel eingesetzt, um unter Ästen hindurchzuspielen. Auch die Windverhältnisse spielen bei der Scheibenwahl eine entscheidende Rolle.

Verschiedene Scheiben im Vergleich:

  • Distance Driver (Weitwurf-Scheibe)
  • Mid-Range (Annäherungs-Scheibe)
  • Putter & Approach (Zielwurf-Scheibe)

Disc Golf in der Schweiz

Disc Golf wird wie alle anderen Disziplinen seit den Anfängen des Frisbeesportes in der Schweiz gespielt. Als eine der sieben Einzeldisziplinen wurde Disc Golf anfänglich nur ein Mal im Jahr im Mehrkampfwettbewerb für die Gesamtwertung gespielt. Mitte der 80-er Jahre gingen die Discgolfer eigene Wege und gründeten den Schweizer Disc Golf Verband. Mittlerweile gibt es in vielen Regionen permanente Disc Golf Anlagen und Disc Golf Clubs. Höhepunkte der Saison sind die SwissTour und die Schweizermeisterschaft.

Disc Golf wird in der Schweiz durch einen eigenen Fachverband betreut. Weitere Informationen auf www.discgolf.ch